Handeln. Für morgen!

    Handeln. Für morgen!

    Tarifrunde ÖD der Länder 2021

    Handeln. Für morgen!

    Erste Warnstreiks in Berlin am 9. November 2021
    Han­deln. Für mor­gen! ver.di Han­deln. Für mor­gen!  – Ta­rif- und Be­sol­dungs­run­de öf­fent­li­cher Dienst der Län­der 2021


    Auch die zweite bundesweite Verhandlungsrunde für die Beschäftigten der Länder am 1./2. November 2021 ist ergebnislos geblieben. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hatte bereits unmittelbar nach den Verhandlungen bundesweite Warnstreiks angekündigt. In Berlin wird es am kommenden Dienstag, dem 9. November 2021 erste Warnstreiks geben. Die Gewerkschaft hat Beschäftigte von einzelnen Berliner Bezirksämtern, die Sozialarbeitenden Berliner Bezirke sowie Einrichtungen der Berliner Kita-Eigenbetriebe an diesem Tag zum Warnstreik aufgerufen. Die Warnstreikenden werden sich am Rathaus Tempelhof, Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin um 10 Uhr zu einer zentralen Kundgebung treffen. Ver.di rechnet mit mehreren hundert Teilnehmenden. Es muss mit Einschränkungen in den Ämtern und mit Schließungen von Kindertagesstätten gerechnet werden. In den betroffenen Kindereinrichtungen wird mit Elternbriefen über eventuelle Betreuungseinschränkungen informiert.

    „Die Aktion am kommenden Dienstag ist ein erstes Warnsignal an die Arbeitgeber, die auch zur zweiten Verhandlungsrunde kein Angebot mitgebracht haben. Die offenbar harte Haltung der Arbeitgeber zwingt die Gewerkschaft daher zu entsprechenden Reaktionen. Auch weitere Warnstreiks werden folgen“, sagt Andrea Kühnemann, stellvertretende Landesbezirksleiterin von Berlin-Brandenburg.

    ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes fünf Prozent, mindestens 150 € monatlich mehr Entgelt. Außerdem sollen die Entgelte für Beschäftigte im Gesundheitswesen sowie für Auszubildenden, Praktikant/inn/en und Studierende erhöht werden. „Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder weigert sich bislang, über die Forderungen zu verhandeln. Vielmehr stellt sie jegliches Verhandeln unter die Bedingung, den Tarifvertrag der Länder in Teilen so zu verändern, dass hinsichtlich der Eingruppierung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst Nachteile und damit Einkommenseinbußen drohen. Das werden wir nicht hinnehmen“, sagt Andrea Kühnemann.

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