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    Advents- und Weihnachtsgrüße 2020

    Landesleitung Berlin-Brandenburg

    Advents- und Weihnachtsgrüße 2020

    Weihnachten monicore Advents- und Weihnachtsgrüße 2020  – Landesleitung Berlin-Brandenburg


    Liebe Kollegin, lieber Kollege,

    staunst du auch immer, wie schnell die Zeit vergeht? Das alte Jahr ist schon wieder fast vorbei.

    In diesem Jahr mussten wir ganz viel Neues erfahren und uns alle Haupt- und im Ehrenamt komplett auf eine veränderte Situation einstellen.

    Unser ver.di-Haus wurde zeitweise geschlossen, dennoch haben wir den Mitgliederservice und unseren gewerkschaftliche Arbeit Dank eures Engagements weiter anbieten können. Dieses war nur durch jeden Einzelnen möglich. - Dafür möchten wir uns ganz herzlich bei dir bedanken. Insbesondere für das Engagement!

    Es war für uns alle kein normales gewerkschaftliches Jahr, so wie wir es kennen und schätzen, das ist derzeit schlichtweg nicht möglich.

    Weil schleichend hat sich Corona plötzlich unser Leben privat und beruflich eingeschlichen um unseren Alltag zu dominieren. Plötzlich gab es den Begriff der Systemrelevanz für viele unserer Bereiche und es wurde für u.a. Pflegepersonal und Beschäftigte im Einzelhandel „beklatscht“.

    Nach kurzer Zeit war die Begeisterung verflogen und die Arbeitgeber kehrten sehr schnell zu alten Ritualen zurück. Was die zum Teil peinliche Debatte um die Prämien zeigt, dass wir von einem „Umdenken“ und einem tatsächlichen Wandel noch weit entfernt sind. Weiter haben wir gesehen, dass in vielen Bereichen noch mehr geschehen muss. Beispielsweise muss das Gesundheitswesen ausgebaut werden, mehr Personal wird dringend benötigt, es muss mehr ausgebildet werden. Aber nicht nur in den Gesundheits- und Pflegeberufen müssen die Arbeitsplätze auch tariflich aufgewertet werden. Zahlreiche öffentliche Einrichtungen sind in den vergangenen Jahren regelrecht kaputtgespart worden. Das hat vor allem in der Krise zu großen Problemen geführt, beispielhaft seien hier die Gesundheitsämter genannt. Auch hier muss es unserer Ansicht nach einen Wandel geben, damit wir künftig besser aufgestellt sind.

    Die Corona-Krise uns in ver.di einen Digitalisierungsschub gegeben. Im diesem Jahr 2020 haben sich viele von uns mit völlig neuen Arbeitstechniken und Arbeitsformen auseinandersetzen müssen. Auch in ver.di haben Telefon- und Videokonferenzen Einzug gehalten, Onlineseminare werden veranstaltet und auch die notwendigen Abstimmungen zum Beispiel über Tarifabschlüsse werden online gemacht. Wir alle wissen, dass dieser Digitalisierungsschub unsere Arbeitswelt nachhaltig verändern wird. Auch hier werden wir aktiv mitgestalten, informieren und Einfluss nehmen. Viele Mitmenschen sind gesundheitlich stark betroffen und ihnen gilt unser Mitgefühl.

    In der Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen konnten wir im Jahr 2020 einiges für ver.di erreichen. So gibt es auch 2020 gute Tarifabschlüsse, in vielen Bereichen konnten nach zum Teil langen Auseinandersetzungen Corona-Prämien vereinbart werden. Wir haben unter Einhaltung der Corona-Regeln in Berlin und Brandenburg gestreikt: Im Nahverkehr, bei der Stadtreinigung, Krankenhäusern, im öffentlichen Dienst, in Kitas und Stadtverwaltungen – um nur einige Beispiele zu nennen. Es fehlt uns allen der persönliche Austausch, die Diskussionen und persönlichen Gespräche. Wir hoffen natürlich, dass sich bald durch Impfungen die Situation entspannt und wir schon ab der ersten Jahreshälfte 2021 schrittweise zur Normalität zurückkehren können. 

    Die Bundesregierung hat ja Anfang Dezember ein umfangreiches Maßnahmenpaket verabschiedet und will rund eine Milliarde Euro in den Kampf gegen die rechten Umtriebe investieren. Wir begrüßen diese Beschlüsse, die schon viel früher auf den Weg hätten gebracht werden müssen. 

    In diesem Jahr wurde hier im Landesbezirk die „Perspektive ver.di wächst aktiv umgesetzt.   Seit rund einem Vierteljahr sind nun das neue ver.di-Zentrum und das Team Recht und Beratung tätig.

    Die Fachbereichsvorstände der Bereiche A, B und D haben die Arbeit für ihre zukünftigen Strukturen fortgeführt und liegen im auch im Zeitplan. Seit Februar 2020 ist die Landesbezirksleitung wieder komplett, auch Susanne Feldkötter hat sich als stellvertretende Landesbezirksleiterin inzwischen gut eingearbeitet.

    Für uns als Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter gibt es auch im kommenden Jahr viel zu tun. Und gerade unsere Arbeit in der Krise zeigt, dass es wichtig ist, sich zu engagieren und alles daran zu setzen, um politisch mitzugestalten. Es lohnt sich und es kommt aber auch auf jede und jeden an! Bewegen können wir vor allem dann etwas, wenn ver.di eine starke Organisation ist und auch bleibt.

    Daher sehen wir wie immer mit großem Optimismus in die Zukunft und freuen uns auf wieder mehr Begegnungen mit allen in ver.di – auch persönliche! – im neuen Jahr.

    Heute danken wir allen sehr herzlich für euer Engagement und die anhaltende Verbundenheit mit unserer Arbeit.

    Im Namen von ver.di Berlin-Brandenburg und auch persönlich wünsche wir Euch und den Euren Lieben und Familien frohe Weihnachten, schöne Feiertage und einen erfolgreichen Start in das Jahr 2021!

    Bleib gesund, wir brauchen Dich!


    Deine ver.di-Landesbezirksleitung
    Frank Wolf
    Landesbezirksleiter ver.di Berlin-Brandenburg

    Andrea Kühnemann & Susanne Feldkötter

    Stellvertretende Landebezirksleitungen ver.di Berlin-Brandenburg