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    Warnstreik im Groß- und Außenhandel in Berlin und Brandenburg …

    Tarifrunden Handel 2021

    Warnstreik im Groß- und Außenhandel in Berlin und Brandenburg am Donnerstag

    Tarifrunde Groß- und Außenhandel Berlin-Brandenburg
    Ohne uns kein Geschäft ver.di Ohne uns kein Geschäft  – Tarifrunden Handel 2021


    In der Tarifrunde für die rund 64.000 Beschäftigten des Groß- und Außenhandels in Berlin und Brandenburg zeichnet sich keine Tarifeinigung ab. Daher ruft ver.di für den morgigen Donnerstag, den 22. Juli 2021 Beschäftigte des Pharmahandels zu einem weiteren Warnstreik auf. Beschäftigte der Unternehmen Alliance Healthcare Berlin, Phoenix Pharmahandel Berlin, GEHE Berlin und die Sanacorp Potsdam – alles Pharmahändler – treten gegen 06.00 Uhr in den ganztägigen Warnstreik.

    Der Pharmagroßhandel spielt u.a. bei der Verteilung und Lieferung von Impfstoffen an Arztpraxen eine wesentliche Rolle. Der Pharmagroßhandel hat in der Pandemie kräftige Umsatzzuwächse von bis zu 6,8 Prozent verzeichnet. Auf der anderen Seite bieten die Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde nur geringe Tariferhöhungen an. Außerdem streben sie eine Differenzierung des Tarifvertrags an. Wirtschaftlich schlechte Unternehmen sollen nach den Vorstellungen der Arbeitgeber zu vereinbarende Tariferhöhungen verschieben und somit erst später zahlen können. Dies würde aus Sicht von ver.di den Tarifvertrag aushöhlen.

    „Die Arbeitgeber wollen mehrere Lohntabellen in dem Flächentarifvertrag festschreiben. Dafür sind Flächentarifverträge aber nicht da, im Gegenteil, es geht um den Grundsatz: Gleiche Arbeit, gleicher Lohn! Die Beschäftigten im Pharmagroßhandel erhöhen den Druck, treten erneut in den Streik und ihre Botschaft ist eindeutig: Wir lassen uns nicht spalten! Eine Lohnerhöhung für alle Beschäftigte ist heute wichtig, um steigende Lebenshaltungskosten zahlen zu können. Sie ist aber auch langfristig wichtig für die Rente“, sagt Franziska Foullong, die ver.di-Verhandlungsführerin.

    ver.di fordert hingegen für den Groß- und Außenhandel eine tabellenwirksame Erhöhung von Löhnen, Gehältern und Ausbildungsvergütungen um 6 Prozent, mindestens aber um 150, beziehungsweise 70 Euro, ein rentenfestes Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde. Außerdem will ver.di erreichen, dass die Tarifverträge für allgemeinverbindlich erklärt werden, um so gleiche Wettbewerbsbedingungen in der Branche zu schaffen.