Gesundheit und Soziales

    AWO-Streik in Berlin

    AWO Tarifgemeinschaft Berlin

    AWO-Streik in Berlin

    Demo am Donnerstag, dem 18.11.2021
    Gleiches Geld für gleiche Arbeit bei der AWO Berlin ver.di Gleiches Geld für gleiche Arbeit bei der AWO Berlin  – AWO Tarifgemeinschaft Berlin


    Am morgigen Donnerstag, dem 18. November 2021 werden die streikenden AWO-Beschäftigten eine weitere öffentliche Kundgebung bzw. Demo durchführen. Trefffunkt ist ab 8:30 Uhr vor dem Berliner Abgeordnetenhaus, Niederkirchnerstraße 5, 10117 Berlin, anschließend führt ein Demozug zum Potsdamer Platz, wo gegen 11.00 Uhr eine Abschlusskundgebung stattfinden wird.

    Seit Mittwoch, dem 10. November 2021 befinden sich zahlreiche Beschäftigte Berliner AWO-Einrichtungen im Warnstreik, u.a. sind deswegen zahlreiche Kindertagesstätten geschlossen. ver.di hat die rund 2.000 Beschäftigten der Arbeiterwohlfahrt Tarifgemeinschaft Berlin im Landesverband Berlin e. V., die Kreisverbände Berlin-Mitte e. V., Südwest e. V., Spandau e. V., Südost e. V., Spree-Wuhle e. V. und die AWO pro:mensch gGmbH zu einer achttägigen Arbeitsniederlegung aufgerufen. Der Streik wird bis zum Freitag, dem 19. November 2021 fortgeführt, Nachtschichten werden nicht bestreikt. Vom Streik sind u.a. Bildungs- und Beratungseinrichtungen und Kitas der AWO betroffen.

    ver.di fordert eine schrittweise Anhebung der Entgelte auf das Niveau des Länder-Tarifvertrags. Derzeit erhalten AWO-Beschäftigte zum Teil mehrere hundert Euro weniger im Monat als für vergleichbare Tätigkeiten im öffentlichen Dienst. „Diese Einkommenslücke muss geschlossen werden. Das ist nicht nur eine Frage der Lohngerechtigkeit, sondern auch notwendig, um die qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halten und zukünftig Fachkräfte gewinnen zu können“, so Susanne Feldkötter, stellvertretende ver.di-Landesbezirksleiterin. Feldkötter führt weiter aus: „Wir brauchen jetzt einen Schulterschluss zwischen der Landespolitik, den Geschäftsführungen bei freien Trägern und uns, um dem Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit endlich wieder Geltung zu verschaffen.“ Daher fordert ver.di, dass die Bezahlung in den AWO-Einrichtungen in einem ersten Schritt dieses Jahr auf mindestens 98 Prozent des TV-L-Niveaus angehoben und die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst in die entsprechende Entgelttabelle des öffentlichen Dienstes übergeleitet werden.