Gesundheit und Soziales

    AWO-Streik in Berlin: Demo am heutigen Dienstag, dem 16.11.

    AWO Tarifgemeinschaft Berlin

    AWO-Streik in Berlin: Demo am heutigen Dienstag, dem 16.11.

    Berliner AWO-Einrichtungen
    Gleiches Geld für gleiche Arbeit bei der AWO Berlin ver.di Gleiches Geld für gleiche Arbeit bei der AWO Berlin  – AWO Tarifgemeinschaft Berlin


    Am heutigen Dienstagnachmittag, dem 16. November 2021 organisieren aktive Eltern bei der AWO eine Unterstützer-Demo für die streikenden Beschäftigten. Die Demonstration wird um 16.00 Uhr am Südstern beginnen und zum AWO-Kreisbüro in der Blücherstraße 62 führen. „ver.di und die AWO-Tarifkommission begrüßen ganz nachdrücklich das Engagement der Kita-Kindern bei der AWO. Wir freuen uns über diese Solidaritätsaktion für die Streikenden, die mit einer großen Delegation ebenfalls an der Demo teilnehmen werden“, sagte Meike Jäger, ver.di-Fachbereichsleiterin Gesundheit, Soziales und Kirchen.

    Am heutigen Dienstag finden daneben zahlreiche weitere kleine Aktionen durch die Streikenden statt, unter anderem werden weitere Einrichtungen der AWO, die sich bisher nicht am Streik beteiligen sowie Stadtteilbüros politischer Parteien besucht. Dort soll für die Unterstützung einer besseren Ausfinanzierung der Sozialen Dienste bzw. der Daseinsvorsorge in der Stadt geworben werden.

    Seit Mittwoch, dem 10. November befinden sich zahlreiche Beschäftigte Berliner AWO-Einrichtungen im Warnstreik, u.a. sind deswegen zahlreiche Kindertagesstätten geschlossen. ver.di hat die rund 2.000 Beschäftigten der Arbeiterwohlfahrt Tarifgemeinschaft Berlin im Landesverband Berlin e. V., die Kreisverbände Berlin-Mitte e. V., Südwest e. V., Spandau e. V., Südost e. V., Spree-Wuhle e. V. und die AWO pro:mensch gGmbH zu einer achttägigen Arbeitsniederlegung aufgerufen. Der Streik wird bis zum Freitag, dem 19. November 2021 fortgeführt, Nachtschichten werden nicht bestreikt. Vom Streik sind Bildungseinrichtungen und Kitas der AWO betroffen.

    ver.di fordert eine schrittweise Anhebung der Entgelte auf das Niveau des Länder-Tarifvertrags. Derzeit erhalten AWO-Beschäftigte zum Teil mehrere hundert Euro weniger im Monat als für vergleichbare Tätigkeiten im öffentlichen Dienst. „Diese Einkommenslücke muss geschlossen werden. Das ist nicht nur eine Frage der Lohngerechtigkeit, sondern auch notwendig, um die qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halten und zukünftig Fachkräfte gewinnen zu können“, so Susanne Feldkötter, stellvertretende ver.di-Landesbezirksleiterin. Daher fordert ver.di, dass die Bezahlung in den AWO-Einrichtungen in einem ersten Schritt dieses Jahr auf mindestens 98 Prozent des TV-L-Niveaus angehoben und die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst in die entsprechende Entgelttabelle des öffentlichen Dienstes übergeleitet werden.